06.09.2019

Vorschau: Alès - Robiac - Bessèges (2019)








Der Bahnbetrieb nach Bessèges wurde im Jahr 1857 begonnen und im Juli 2012 ausgesetzt. Auf der von Alès kommenden Strecke gibt es nur noch Güterverkehr bis nach Salindres. Der Abschnitt dahinter bis nach Bessèges ist damit seit 2012 ohne Zugverkehr. 

Wegen des Güterverkehrs bis Salindres stehen von den 30 Kilometern Strecke knapp 21 Kilometer für eine Streckenwanderung zu Verfügung. Die 6 Tunnel der Strecke sind für eine zweigleisige Strecke vorbereitet worden, die Strecke blieb jedoch immer eingleisig.

Leider war ich reichlich spät, da seit dem Ende des Personenverkehrs bereits 7 Jahre vergangen waren. Entsprechend stark war der Bahndamm bereits zugewachsen. Oft war über mehrere Kilometer kaum etwas von den Schienen zu sehen. Mehr schlecht als recht habe ich mich irgendwie durchgeschlagen. Schon im kommenden Jahr wird es weitgehend unmöglich sein längere Strecken zu Fuß auf dem Bahndamm zurück zu legen. Somit war das Jahr 2019 die letzte Gelegenheit.


Am Morgen in der Nähe von Ales. Über Nacht hat es an meinem Schlafplatz geregnet

Beschilderung bei Bahnübergang 61

Zwischen Ales und Salindres: In unregelmäßigen Abständen fahren hier noch Güterzüge

Östlich vom Bahnhof Salindres. Hier fahren seit Sommer 2012 keine Züge mehr

In einem Geländeeinschnitt hinter Salindres

Ein Hundertmeterstein mit der Zahl 5

Der Keilbahnhof Saint-Julien - les Fumades. Hier zweigte eine weitere Strecke nach Le Martinet ab

Einer der 6 Tunnel auf der Strecke. Seit Juli 2012 fahren hier keine Züge mehr

Blickrichtung Besseges

Nördlich von Saint-Ambroix führt die Strecke am Berghang entlang. Im Tal liegt der Fluß
Cèze

Bahnübergang 53

Bahntrasse am Berghang. Ein kleiner, sehr dünner Trampelpfad ist auf der Trasse verblieben


Am Endpunkt der Linie im Bahnhof Bessèges

30.08.2019

Vorschau: Sévérac-le-Château - Rodez (2019)






Die 44,7 Kilometer lange Bahnverbindung zwischen Sévérac-le-Château und Rodez wurde im Jahr 1863 eröffnet. Die Linie ist eingleisig und verfügt über keinen Tunnel. Es gibt mehrere kleine Brücken. Diese wurden fast alle in den Jahren 2015 - bis 2017 erneuert. Etwas unsinnig, denn zum Dezember 2017 wurde der Zugverkehr auf der Strecke eingestellt. Die Zahl der Fahrgäste betrug zuletzt nur etwa knapp 100 pro Tag. Eine Buslinie verbindet die beiden Städte Sévérac-le-Château - Rodez miteinander und ergänzte schon vorher die wenigen Zugfahrten (es gab 1 -3 Zugfahrten je Richtung pro Tag).
Nach einer neugetroffenen Vereinbarung soll der Zugverkehr bis zum Jahr 2025 wiederaufgenommen werden. Ob diese weitreichende Prognose eintreten wird ist ungewiss. 

Während meiner 2 tägigen Wanderung auf der Strecke wurde ich verwöhnt vom guten Wetter und konnte mich vollends auf die interessante Strecke konzentrieren. Mehrere tausend Fotos müssen nun gesichtet werden. 


Camping am Vorabend des ersten Wandertages, unweit von Sévérac-le-Château

Ausblick auf die Gleise im Bahnhof Sévérac-le-Château. Der Bahnhof liegt an der Linie Béziers - Neussargues

Der Bahnhof Sévérac-le-Château

Streckenkilometer 581

Eine Brücke über den Bahndamm, kurz hinter dem Bahnhof Recoules

Auf mehreren Kilometern ist der Verlauf der Bahnlinie bestimmt durch viele Kurven, immer in der Nähe zum Berghang

Ausblick auf die Bahntrasse: In dieser Kurve musste eine tiefer Geländeeinschnitt hergestellt werden

Eine von 4 Brücken die erst kurze Zeit vor der Einstellung des Zugverkehrs umfangreich erneuert wurden

Nach einem bergigen Abschnitt hat die Bahnlinie nun ein freies Gelände erreicht

Ankündigung des Bahnhofes Laissac

Ein Hundertmeterstein mit der Kennziffer 6

Auf der Bahnlinie sind die für die Region typischen Stuhlschienen verbaut. Diese hier stammt aus dem Jahr 1936

Diese Foto zeigt den Übergang zwischen zwei Schienenprofilen: Einer asymmetrischen Stuhlschiene (links) und einer Vignolschiene (rechts)

Auf dem Hundertmeterstein mit der Kennziffer 9 liegt eine Stahlspannklemmen wie sie an den Schienenstühlen findet

Die Vegetation erobert die Bahnstrecke. Der Unterhalt an der Strecke war über die vergangenen Jahrzehnte sehr gering und wurde immer weiter verschleppt

Bahnübergang 25

Eine der 4 Brücken die kurz vor der Einstellung des Verkehrs erneuert worden. Ein Wartungssteg hängt unterhalb der Brücke

Wenige Kilometer vor Rodez

Eine Brücke über den Fluß Aveyron. Die Bahnstrecke überquert diesen Fluß 5 mal.

C.a 2 Kilometer vor dem Bahnhof Rodez wurde dieses Signal zusammen mit einem Schwellenkreuz aufgestellt.

Ausblick auf den Bahnhof Rodez. Für das heutige Verkehrsaufkommen ist der Bahnhof weit überdimensioniert.

In der Bahnhofshallt von Rodez

Das Empfangsgebäude in Rodez

23.08.2019

Vorschau: Avallon - Autun (2019)




Binnen 6 Tagen wanderte ich auf dem Schienenweg von Avallon nach Autun. Auf 86 Kilometer Länge verläuft dieser kurvige Schienenweg und liegt nah am Morvan Regional Natural Park. Erste Teile der Eisenbahn wurden hier im Jahr 1868 eröffnet. Eine durchgehende Befahrbarkeit von Avallon nach Autun war ab dem Jahr 1882 gegeben. Betreiber war die Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (kurz PLM) und ab dem Jahr 1938 folge die SNCF. 
Noch zu Zeiten der PLM wurden die Bahnlinie fast vollständig mit den langlebigen Stahlschwellen ertüchtigt. Auf über 80 Kilometern Länge käme hier ein enormer Schrottberg an Altmetallen zusammen, würde man die Linie abreißen. 

Im Jahr 2011 folge das Ende der Strecke im Monat Dezember zum großen Fahrplanwechsel. Die Zahl der Fahrgäste war zuletzt äußerst gering gewesen. Das Ende des Personenverkehrs sollte ab dem Jahr 2012 zu Verbesserungen im Güterverkehr führen. Tatsächlich kam es nicht hierzu und die Strecke war nun ohne jeglichen Verkehr. In der folgenden Zeit wurde die technische Ausrüstung der Bahnübergänge abgebaut. Große Teile der Apparaturen und Schaltschränke sind im Bahnhof La Roche-en-Brenil eingelagert worden. 

Bei meinem Besuch war der letzte Zugverkehr nun bereits seit knapp 7 Jahre lang Geschichte. Die Wanderung auf der Strecke war daher von Anfang an ein Wagnis. Tatsächlich war die Vegetation auf vielen Kilometern bereits weit fortgeschritten und erschwerte mein Fortkommen. Dagegen gab es aber auch andere Abschnitt die vollkommen frei von Bewuchs und Vegetation gewesen sind. Ein empfehlenswerter Ort für einen Besuch ist der Bahnhof Cordesse - Igornay. Hier können Fahrraddraisinen gemietet werden, mit denen der 11 Kilometer lange Abschnitt bis nach Manlay befahren werden kann. Die Strecke nach Manlay führt kontinuierlich Bergauf (von 317 auf 431m), die Draisinen können mit einer batteriebetriebenen Unterstützung ausgestattet werden.



Ein Bahnübergang in Avallon

Ehemaliger Bahnübergang in Avallon

Auf einigen Abschnitten ist der Bahndamm noch vollständig frei von Vegetation

Hinter dem Bahnhof Maison Dieu: Die Linie bleibt stets kurvig

In einem Waldabschnitt hinter Maison Dieu

Bahnübergang mit Schrankenwärterhaus

Am Bahnhof La Roche-en-Brenil


Eine Schiene aus dem Jahr 1908

Vegetation im Gleis. Der weit überwiegende Teil der Strecke verfügt über Stahlschwellen aus den 30er Jahren

Ein kurzer Gleisabschnitt mit "fester Fahrbahn" im Bahnhof Saulieu

Ein kleiner Schuppen zum Abstellen einer Rangierlok im Bahnhof Saulieu

Einen Kilometer vor dem Bahnhof Brazey-en-Morvan

Im Bahnhof Manlay

Im Erdgeschoß des Wasserturms, Bahnhof Manlay

Zwischen Manlay und Cordesse - Igornay ist die Strecke in einem guten Zustand: Hier fahren Fahrraddraisinen

Einer der Bahnübergänge auf der Draisinenstrecke


Am Haltepunkt Barnay

Ein ehemaliger Bahnübergang. Das Tor wird überwuchert von der Natur

Bahnhof Cordesse - Igornay: Startpunkt der Fahrraddrsisinen

Eine der Schienen im Bahnhof Cordesse - Igornay stammt aus dem Jahr 1881

Auf der 55m langen Pont sur l'Arroux

Eine Schiene aus dem Jahr 1912

Im Bahnhof Dracy-Saint-Loup. hier entsteht seit einiger Zeit eine Fahrzeugausstellung

Wenige Kilometer von Autun

Ausblick auf den Bahnhof Autun. Der Bahnhof wird weiterhin von Personen,- und Güterzügen angefahren

Der Bahnhof Autun