17.07.2019

Vorschau: Pithiviers - Beaune-la-Rolande (2019)




 
Auf dem noch verbliebenen Streckenstummel von Pithiviers nach Beaune-la-Rolande war ich im April 2019 unterwegs. Die Wanderung konnte bequem innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. Eröffnet wurde dieser Streckenabschnitt am 27 Oktober 1902. Der Personenverkehr wurde im Jahr 1939 eingestellt, im Krieg aber wieder hergestellt. Der Güterverkehr zwischen Pithiviers und Beaune-la-Rolande wurde im Jahr 1992 beendet, die Linie ist aber bis zuletzt nicht stillgelegt. Da der letzte Zugverkehr nun einige Jahre zurück liegt, ist die Linie an vielen Stellen entsprechend stark zugewachsen - oft sogar nicht mehr passierbar.

Die Wanderung auf den 20,7 Kilometern nach Beaune-la-Rolande wollte keinen so rechten Spaß machen. Zuerst hatte ich Pech mit dem Wetter, aber auch die Vegetation war mir sehr im Weg. Große Teile der Bahnlinie sind nicht mehr begehbar. So musste ich oftmals für Feldwege ausweichen. Ob es aus den Fotos eine große Auswertung für eine Reportage gibt ist daher noch offen. 


Eine kleine Vorschau an Fotos:



Blickrichtung Pithiviers. Links im Bild liegt die Strecke nach Orleans, welche noch im Güterverkehr befahren wird

Streckenkilometer 96. Darunter ist eine Aufbewarungsbox für Dokumente

Beschilderung an der Bahnlinie bei Bahnübergang 6

Teile der Bahnlinie sind stark verkrautet. Oft musste ich ausweichen und der Linie auf den Feldwegen folgen

Ein Schienenstuhl an der Strecke. Die Gußform prägte die Zahlen 1930 in den Stuhl. Wohlmöglich das Herstellungjahr.

Zeltplatz für die Nacht.

Bei Bahnübergang 13

Auf einem kleinen Viadukt.

Der Bahnhof von Boynes

Im Bahnhof Beaune-la-Rolande

Der Bahnhof Beaune-la-Rolande. Bis hierher liegen noch Schienen. Der weitere Verlauf der Strecke wurde bereits abgerissen.

15.07.2019

Vorschau: Malesherbes - Pithiviers (2019)


 



Die Bahnverbindung zwischen den Städten Malesherbes und Pithiviers ist 18,6 Kilometer lang. Die Eröffnung fand im Jahr 1872 statt, etwas verzögert durch den Krieg von 1870/71. Die Linie war durchgehend zweigleisig. Der Personenverkehr wurde bis 1969 aufrecht erhalten und danach durch eine Buslinie ersetzt. Von da an wurde die Linie nur noch für den Güterverkehr verwendet. Bei meinem Besuch im April 2019 lag die Fahrt des letzten Güterzuges bereits einige Jahre zurück. Auf der Streckenkarte der SNCF ist die Linie noch gestrichelt eingezeichnet, d.h. sie ist nicht stillgelegt. Einen planmäßigen Zugverkehr gibt es nicht mehr und auch der Unterhalt der Strecke scheint eingestellt worden zu sein. Das zweite Streckengleis wurde zurückgebaut. Wann genau konnte ich bisher noch nicht herausfinden.

Die Vegetation breitet sich auf der Strecke aus, zu Fuß kann man den Schienen aber noch ganz gut folgen. Die Wanderung dauerte einen Tag.


Als Vorschau, hier einige Bilder, ohne genaue Ortsangaben.


Der Bahnhof Malesherbes

Die Strecke nach Pithiviers liegt etwas erhöht. Links etwas tiefer liegt das Streckengleis nach Bourron-Marlotte-Grez 

Eine Unterführung

Eine Brücke über den Bahndamm

Der Bahnhof von Manchecourt

Große Teile der Linie führen ohne Kurve durch die Landschaft

Im Bahnhof Pithiviers.

Bahnhof Pithiviers. Aus Richtung Orleans fahren noch Güterzüge hierher um zwei Getreidesilos zu bedienen

13.07.2019

Vorschau: Oyonnax - Saint-Claude (2019)





Die 123km lange Bahnstrecke von Andelot-en-Montagne nach La Cluse ist seit Dezember 2017 nicht mehr durchgängig mit dem Zug befahrbar. Auf dem mittleren 31km langen Abschnitt zwischen den Bahnhofen Oyonnax und Saint-Claude wurde der Zugverkehr wegen mangelnder Wartung eingestellt. Mit der Region Franche-Comté konnte keine Finanzierung vereinbart werden. Nun sind die Bahnhöfe Saint-Claude und Oyonnax zu Kopfbahnhöfen geworden. Eine durchgehende Reise kann nun nur noch mit einem Umstieg auf den Bus angeboten werden. Vermutlich werden durch diesen Zwangsumstieg die Fahrgastzahlen weiter absinken und zu einem langsamen Sterben der beiden bestehenden Streckenstummel führen.

Die zweitägige Wanderung von Oyonnax nach Saint-Claude ist mir in guter Erinnerung geblieben. Die Strecke liegt oft nahe am Berghang und abseits der Straße. Die Streckenführung ist anspruchsvoll, es gibt viele Geländeeinschnitte, Stützmauern und Anderes zu sehen. Hier wird es eine sehr schone Bildreportage geben!

Als Vorschau, hier einige Bilder, ohne genaue Ortsangaben.



Im Bahnhof Saint-Claude

Einer von mehreren aufwändig in den Fels geschlagenen Einschnitte.

Eine der letzten Kurven bevor die Strecke Saint-Claude erreicht. Teile der Stadt sind bereits sichtbar.

Bei Streckenkilometer 84,327 liegt die 59m lange Pont sur la Bienne


Der ehemalige Bahnübergang 74


Ein längerer Abschnitt der Strecke wurde mit Stahlschwellen ertüchtigt

Die Trassenführung ist oft sehr aufwändig. Viele Tonnen Fels mussten bewegt werden um der Bahnlinie Platz zu machen


Ca. 2 Kilometer hinter Oyonnax. Noch liegt die Strecke eher im flachen Gelände. Bis nach Saint-Claude wird dies die Ausnahme sein.

11.07.2019

Vorschau: Collonges-Fort-l'Écluse - ZA Crozet (2019)


Kartenquelle: Wikipedia



Auf der Bahnlinie Collonges-Fort-l'Écluse - Divonne-les-Bains bewanderte ich binnen zwei Tagen den 21km langen Abschnitt von Collonges-Fort-l'Écluse bis zu einem Gleisanschluß nach Crozet. Hier fuhren bis zum Jahr 2014 noch Züge die eine Müllumladestation bedienten. Der weitere Verlauf der Linie hinter dem Anschluß "ZA Crozet" bis nach Divonne-les-Bains wird schon seit 1985 nicht mehr befahren, daher waren nur die Bahnkilometer bis zur "ZA Crozet" für mich relevant. Am 30. April 2014 musste der Mülltransport per Bahn eingestellt werden, da laut SNCF der Unterhalt der Strecke zu teuer war. Zudem hätten Modernisierungen in Höhe von 10 Millionen Euro angestanden, welche durch den in geringen Mengen stattfindenden Mülltransport in keinster Weise erwirtschaftet werden können. Der überwiegende Teil der Strecke ist recht unspäktakulär und beinhaltet nur wenige aufwändige Strukturen, jedoch sind die ersten 3 Kilometer ab Fort-l’Écluse–Collonges recht anspruchsvoll, liegen hier doch zwei Tunnel und zwei Viadukte. Der Personenverkehr wurde im Jahr 1980 eingestellt und durch eine Buslinie ersetzt.   


Hin und wieder wird eine Reaktivierung der Strecke in den Medien lanciert, diese ist jedoch mehr als fraglich. So waren bei meinem Besuch im April 2019 bereits die Abrissarbeiten der Strecke im Gange. Der mit Tunneln und Viadukten sehr sehenswerte Abschnitt direkt hinter Collonges-Fort-l'Écluse wäre eine gute Lokation für eine Draisinenstrecke, jedoch liegen diese Streckenkilometer in einer steilen Rampe.

Einige Fotos, unsortiert und teilweise ohne genaue Ortsangabe:

Der Bahnhof Fort-l’Écluse – Collonges. Seit 1988 Ausgangspunkt der Bahnlinie nach Divonne-les-Bains

Eine kleine Brücke üder die Bahnlinie

Streckenkilometer 145,1: Die Pont du Grand Echaud (126 m)

Streckenkilometer 145,3: Der  Tunnel du Grand Echaud (259 m)

Brücke über die Straße D 884

Seit 2014 fahren hier keine Züge mehr. Im Frühjahr 2019 konnte man hier noch gut wandern, im Hochsommer wird es hier anders aussehen

Im ehemaligen Bahnhof Péron–Farges bei Streckenkilometer 150,0

Obwohl die Linie im Jahr 1899 eröffnet wurden, sind enige der verwendeten Schienen aus dem Jahr 1888.
  

09.07.2019

Vorschau: Chemin der Fer de La Mure (2019)




Im April 2019 stattete ich der Chemin de Fer de La Mure einen zweiten Besuch ab. Bereits im Juni 2017 war ich hier gewesen und hatte dank des guten Wetters eine fantastische Fotoserie über die Strecke erstellen können. Da ich nun die Strecke 2x zu verschiedenen Zeiten abgelaufen bin, werde ich vielleicht eine Gegenüberstellung der Bilder von 2017 und 2019 anfertigen. Nochmals eine so umfangreiche und detaillierte Reportage wie 2017 wird es aber nicht geben.

Alles weitere über die 2017er Reise gibt es hier noch nachlesen. 

Nachdem die 30km lange Strecke seit einem Felssturz im Oktober 2010 nicht mehr befahren wird, war es lange Zeit ruhig um die Strecke geworden. Der Felssturz ereignete sich in etwa am Mittelpunkt der Strecke. Eine Beseitigung der Schäden wird nicht in Betracht gezogen, da der gesamte Hang an dieser Stelle als äußerst labil ist. Mittlerweile ist entschieden worden, dass die obere Hälfte der Strecke ab dem Jahr 2020 wieder in Betrieb genommen wird. Im Frühjahr 2019 hatten bereits erste Bauarbeiten stattgefunden, die eine Anpassung einiger Abschnitte an das neue Betreiberkonzept ermöglichen sollen (u.a. wird die Werkstatt und das Fahrzeugdepot von Saint-Georges-de-Commieres nach La Mure verlegt). Auf mehreren Kilometern wurde der Oberbau (Schienen, Schwellen und Schotter) abgetragen. Auch an den Viadukten und Tunnel wird fleißig gearbeitet.

Binnen 2 Tagen schaute ich mir im April 2019 die Strecke erneut an: Den Abschnitt, der auch nach 2020 nicht befahren werden wird, sowie den oberen Teil der gerade für eine Wiederinbetriebnahme ertüchtigt wird. Zu meiner Überraschung war der untere Streckenabschnitt ab Saint-Georges-de-Commiers weiterhin in einem sehr guten, begehbaren Zustand. Es lag praktisch nicht ein einziger Baum auf den Schienen - und das obwohl die Strecke seit Oktober 2010 nicht mehr befahren wird. 


Einige Fotos als Vorschau, jedoch teilweise ohne genaue Beschriftung oder Ortsangaben:

Ausgangspunkt der Strecke: Saint-Georges-de-Commiers.  Die Fahrzeuge werden bald nach La Mure überführt werden

Viele Relikte und auch Schrottwagen sind überall auf dem Bahnhof zu finden, oft dicht zugewachsen


Die Strecke ist weiterhin gut begehbar. Die Oberleitungsmasten stehen weiterhin ungenutzt in der Landschaft

Der Bahnhof Notre-Dame-de-Commiers

Der 2e tunnel des Chalanches

Die Unterbrechungsstelle zwischen den beiden Tunneln Tunnel de Serguignou und Tunnel de Brondes
  
Auf der anderen Seite der Unterbrechungsstelle sind die Bauarbeiten für die Wiederinbetriebnahme im vollen Gange
Aus dem Bahndamm wurde eine Baustraße

Auch das Viaduc de Vaulx ist kurzzeitig für den Zeitraum der Bauarbeite ohne Schienen

Hinter dem Bahnhof La Motte-d'Aveillans
Kurz vor dem Zielbahnhof La Mure. Auch im Bahnhof La Mure wird umfangreich gebaut werden